Aktualisiert am 17.07.2018



Die Mitglieder

Derzeit zählt unsere Zunft 147 Mitglieder, davon 10 Ehren-Mitglieder (seit 50 Jahren bei der Zunft, 17 Frei-Mitglieder (seit 40 Jahren bei der Zunft), 4 Neumitglieder  und 25 Witfrauen

(Stand Juli 2017)


Unsere Geschichte

Die Geschichte der Zunft der Meisterschaft ist nicht rasch zu erzählen, hat sie doch vor knapp 420 Jahren begonnen!

 

Unser Zunftmitglied Werni Reinhard-Wirz hat es aber geschafft, die 26 Buchseiten aus dem "400 Jahre"-Zunftbuch auf die folgenden Geschichtszeilen zusammenzufassen.

 

Einen lieben Dank an Dir, Werni!

 

Der Zunftrat

Zur Geschichte der Zunft der Meisterschaft Kerns

nach Dr. phil. Niklaus von Flüe

 

Vor gut tausend Jahren versorgten sich die Bauern in allem selber: Sie bebauten das Land, sie stellten ihre Werkzeuge für ihre Arbeit her, sie errichteten ihre Häuser und Gaden und leisteten Frondienste für ihre geistlichen und weltlichen Herren. Je umfangreicher und vielfältiger auf Gutshöfen Adeliger und der Klöster das Wirtschaften wurde, umso mehr wurde die Arbeit gegliedert. Besonders Begabte widmeten sich immer ausschliesslicher einer besonderen Tätigkeit, einem Handwerk. Die Handwerker schufen Handwerkerorganisationen und aus diesen entwickelten sich im 11.Jahrhundert die Zünfte. Wer Meister werden wollte, hatte sich einer "zünftigen" Prüfung zu unterziehen.

 

Das Jahr 1595 gilt als Gründungsjahr der ehrenden Meisterschaft zu Unterwalden ob dem Wald. Man unterstellte sich dem Schutze des hl. Urs. In diese Zunft konnten Meister aller Gemeinden aufgenommen werden. Sarner und Kernser betrieben eine gemeinsame Zunft. Bei der Aufhebung der Zunft und Bruderschaft St. Urs wurde das gemeinsame Vermögen aufgeteilt: Der Sarner Anteil ging an den neuen Männer-Krankenverein. Die Kernser Meisterschaft erhielt 160 Franken und organisierte sich am 26.Januar 1868 neu und verzichtete auf eine Fusion mit dem Kernser Männer-Krankenverein. Ein Hauptmerk lag immer auf der Pflege der Gemeinschaft und der Geselligkeit. Seit der Revision der Statuten von 1992 nennt sich die Zunft "Zunft der Meisterschaft Kerns".

 

Ab 1868 übernimmt die Zunft die Unterstützung, Leitung und Beaufsichtigung der Kernser Zeichnungsschule. Als Zeichnungslehrer amteten unter anderen Karl Bucher (Zuberkarli) und Paul Federer. Im Weitern beschenkt auch heute die Zunft die besten Lehrlinge und Lehrtöchter mit Zeichen der Anerkennung. Unter Mithilfe der Meister konnte die Sekundarschule Kerns 1958 verwirklicht werden. 1959 richteten dieselben Männer ein Lokal mit Hobelbänken und Werkzeugen für die Holz-, Metall- und Lederbearbeitung ein. 1976 heisst es: "Mit der Aufnahme des Mannes in die Zunft wird auch die Ehefrau Zunftmitglied".

 

1976 dokumentierte die Zunft, dass künftig männliche und weibliche Mitglieder möglich und gleichgestellt waren. Mitglieder konnten werden: selbständig erwerbende Meister und Meisterinnen, dito Akademiker und Akademikerinnen, selbständig erwerbende Geschäftsinhaber nach fünfjähriger erfolgreicher Geschäftsführung, auch Angestellte in leitender Stellung und schliesslich Personen, die sich für die berufliche Ausbildung hervortun. Die erste Meisterin wurde 1980 in die Zunft der Meisterschaft aufgenommen.

 

1979 konnte die Zunft ihr neues Banner in einer kirchlichen und einer weltlichen Feier übernehmen. Laut Fahnenbuch war eine Fahne schon um 1830 vorhanden. Alljährlich im Jänner findet das Zunftbot bei Festmahl und Unterhaltung statt.

 

Das 400-Jahr-Jubiläum wurde am 8. - 10. September 1995 mit einem unvergesslichen Dorffest gefeiert. Das Buch "400 Jahre Zunft der Meisterschaft Kerns" gibt darüber reichlich in Wort und Bild Auskunft.

 

w.r.  

Das Buch der Zunft der Meisterschaft zum 400 Jahr-Jubiläum 1995. Es kann u.a. bei unserer Zunftmeisterin Andrea bezogen werden.
Das Buch der Zunft der Meisterschaft zum 400 Jahr-Jubiläum 1995. Es kann u.a. bei unserer Zunftmeisterin Andrea bezogen werden.



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